Joseph zum König gemacht

Joseph zum König gemacht

 

Thomas Ford, der Gouverneur von Illinois, machte einige Monate nach Joseph Smiths Tod folgende Aussage: „Es wurde behauptet, dass Joseph Smith, Gründer und Oberhaupt der Mormonenkirche, veranlasst hätte, der GEKRÖNTE UND GESALBTE KÖNIG der Mormonen zu sein…“ (Nauvoo Neighbor, 1. Jan. 1845)

1853 gab William Marks, der ein Mitglied des geheimen „Rats der Fünfzig“ war, zu, dass Joseph Smith vor seinem Tod ordiniert worden war, König zu sein:

 

„Ich war ebenfalls Zeuge der (geheimen) Einführung einer königlichen Form der Regierung, in der JOSEPH SICH ZU EINEM KÖNIG ORDINIEREN LIESS, um für immer über das Haus Israel zu regieren; ich konnte mir nicht vorstellen, dass dies im Einklang mit den Gesetzen der Kirche war, aber ich trat diesem Schritt nicht entgegen, da ich dachte, dass es nicht meine Angelegenheit war.“ (Zion’s Harbinger and Baneemy’s Organ, St. Louis, Juli 1853, S. 53)

 

Gemäß Dan Jones hörte Wilson Law Joseph Smith sagen, dass „das Königreich, von dem hier gesprochen wurde, schon aufgerichtet war und dass ER DER KÖNIG DARÜBER WAR.“ (History of the Church, Bd. 6, S. 568-569)

Der Mormonenschreiber Klaus J. Hanson, der seine Masterthese über das „Politische Königreich Gottes“ an der Brigham-Young-Universität schrieb, machte folgende Aussage:

 

„Die Heiligen Schriften deuteten an, dass Christus als König über das Reich Gottes regieren würde. Smith nahm diese Idee ziemlich buchstäblich und hielt es nur für logisch, dass er sich als Vorgänger des Erlösers gewisser Vorrechte der Königswürde erfreuen sollte. Folglich hatte sich der Prophet offensichtlich als KÖNIG AUF ERDEN ordinieren lassen…

Der Titel des Königs mag eine Metapher gewesen sein, aber die Macht, die von diesem Amt abgeleitet wurde, war es nicht. In dieser Hinsicht ist besonders wichtig, sich zu erinnern, dass Smith sein politisches Amt durch göttliches Recht und nicht durch Landeshoheit innehatte. Wie metaphorisch diese königlichen Ansprüche auch immer gewesen sein mögen, Smith wusste, dass sie so potentiell gefährlich waren, dass er sie nur den Eingeweihten anvertraute.“ (Quest For Empire, Seite 66-67)

 

In seiner Masterthese erzählt Klaus J. Hansen, dass George Miller, der ein Mitglied des „Rates der Fünfzig“ gewesen war, zugab, dass Joseph Smith als ein König ordiniert wurde: „Gerüchte, die unterstellen, dass der Prophet königliche Ansprüche erhob, sind irgendwie von George Miller bestätigt worden, der bei einer Gelegenheit erklärte: ‚In diesem Rat ORDINIERTEN WIR JOSEPH SMITH ALS KÖNIG AUF ERDEN.’“ („The Theory and Practice of the Political Kingdom of God in Mormon History, 1829-1890“, Masterthese, Brigham-Young-Universität, 1959, maschinengeschriebene Kopie, Seite 114)

In Dialogue: A Journal of Mormon Thought, Sommer 1966, S. 104, gibt Mr. Hansen offen zu: “Joseph Smith setzte tatsächlich ein politisches Königreich Gottes und einen Rat der Fünfzig in Gang; er WURDE zum KÖNIG über jene Organisation gemacht…“ Auf Seite 103 desselben Artikels erklärt Mr. Hansen: „William Marks, Präsident des Nauvoo-Pfahles, schloss sich dem Rat der Fünfzig an – einer geheimen politischen Organisation… nur wegen seiner starken Bindung der Treue zu Joseph Smith. Er bezeugte Josephs Einsetzung als KÖNIG über jene Organisation mit größter Abneigung. Andere, die Joseph Smith gegenüber weniger loyal waren, brachen offen mit ihm über solche Lehren, während er noch lebte. In der Tat beschleunigte dieser Bruch die Ereignisse, die zur  Ermordung des Mormonenpropheten führten.“

George Miller, der behauptete, dass Joseph Smith zum König ordiniert wurde, nennt die Mitglieder des „Rates der Fünfzig“ „Fürsten“: „…Brigham Young, der mir eine Express-Nachricht geschickt hatte, sich mit ihnen zum Rat in Winter Quarters zu treffen und James Emmit mitzubringen (da er auch zu Joseph Smiths Lebenszeit in den Rat der FÜNFZIG FÜRSTEN DES KÖNIGREICHES organisiert worden war)…“ (Aussage von George Miller, wie in Joseph Smith and World Government, von Hyrum L. Andrus, Salt Lake City, 1963, Seite 83)

 

Der Mormonenapostel Parley P. Pratt machte folgende Aussage: “Dieses Priestertum, das das Aaronische einschließt, halt die Schlüssel der Offenbarung der Orakel Gottes an den Menschen auf Erden, die Macht und das Recht, Personen, Kirchen, Regenten, Nationen und der Welt Gesetze und Gebote zu geben, zu berufen, zu ordinieren und Verfassungen und Königreiche zu schaffen, KÖNIGE, Präsidenten, Gouverneure oder Richter zu bestimmen und sie zu ihren verschiedenen heiligen Berufen zu ordinieren ODER ZU SALBEN, sie auch durch das Wort des Herrn anzuweisen, zu warnen oder zu tadeln.“ (Key to the Science of Theology, 1855, Seite 66)

In seinem Buch History of Illinois machte Gouverneur Thomas Ford folgende Aussage:

 

„Es scheint an Hand der besten Information, die man von den besten Männern bekommen konnte, die sich von der Mormonenkirche getrennt haben, dass sich Joe Smith um diese Zeit die Idee ersonnen hatte, sich zum zeitlichen FÜRSTEN wie auch zum geistigen Führer seines Volkes zu machen. Er richtete eine neue und erwählte Ordnung des Priestertums ein, deren Mitglieder Priester und Könige zeitlich und geistig sein sollten. Diese sollten seine Adligen sein, die Verteidiger seines THRONES. Er ließ sich zum KÖNIG und Priester, weit über die Übrigen, krönen und salben und er schrieb die Form eines Treueides ihm gegenüber vor, den er seinen Hauptanhängern abnahm… Die Mormonen prangerten offen die Regierung der Vereinigten Staaten als äußerst verderbt an, und sie sollte bald verschwinden und durch die Regierung Gottes ersetzt werden, die durch seinen Diener Joseph ausgeübt werden würde.“ (History of Illinois, wie in Quest For Empire, S. 155, zitiert)

 

G. T. M. Davis machte folgende Aussage in Bezug auf Joseph Smiths Ordinierung zum KÖNIG:

 

„Das große Ziel Joseph Smiths war erwiesenermaßen, sich selbst mit höchst unbegrenzter Macht, zivil, militärisch und kirchlich über alle auszustatten, die Mitglieder seiner Gesellschaft wurden… Der erste Schritt, der von ihm unternommen wurde, war es, seine Leute damit zufrieden zu stellen, dass er eine Offenbarung von Gott empfangen hätte… und gab folgendes als Inhalt seiner Offenbarung… dass er (Joseph) ein Nachkomme von Joseph aus alter Zeit durch das Blut Ephraim wäre; und dass Gott bestimmt und verordnet hätte, dass er mit seinen Nachkommen über ganz Israel regieren sollte… und schließlich über die Juden und die Heiden; dass die Vollmacht, mit der Gott ihn bekleidet hätte… sich über die ganze Menschheit erstreckte… Joe erklärte ferner, dass Gott ihm offenbart hätte, dass die Indianer und die Heiligen der Letzten Tage unter Joe als ihrem KÖNIG und REGENTEN die Heiden besiegen sollten und dass ihre Unterwerfung unter seine Autorität durch das SCHWERT erreicht werden sollte! Durch diese Offenbarung zwang er ihnen die Notwendigkeit auf, dass er zum KÖNIG gekrönt werden sollte, und sie, da sie an den ungeheuerlichen Betrug glaubten, gaben seiner Verordnung nach. Entsprechend wurde Joe zum KÖNIG gekrönt, unter Gott über das unmittelbare Haus Israel. Diese Zeremonie wurde 1842 von einem Rat von Fünfzig an der Zahl durchgeführt, der vom ‚ALTEN AN TAGEN’ benannt wurde… Die besonderen Eigenschaften seiner Macht, darauf bestand Joe, waren – dass er die Aktionen des gesamten Hauses Israels leiten könnte… und dass schließlich die ganze Erde ihm unterworfen sein würde. – Er prägte ferner dem Rat, der ihn krönte, ein, dass es Gottes Wunsch wäre, wie es ihm (Joe) offenbart wäre, dass es zu der Zeit ein vollkommenes GEHEIMNIS bleiben sollte, bis Gott Gegenteiliges offenbaren würde. Und dementsprechend schwor Joe alle Anwesenden zur GEHEIMHALTUNG UNTER TODESTRAFE ein!...“ (Artikel im St. Clair Banner, 17. September 1844, Seite 2)

 

Als Fawn Brodie erklärte, dass Joseph Smith zum KÖNIG gesalbt wurde, behauptete Dr. Nibley, dass es nicht genug Beweise gäbe, um diese Anschuldigung zu stützen. Seit jener Zeit sind eine Menge neuer Beweise ans Licht gekommen, und nun sind viele Mormonenschreiber bereit, zuzugeben, dass Joseph Smith zum KÖNIG gemacht wurde. Zum Beispiel erklärte Kenneth W. Godfrey, Direktor des HLT-Instituts an der Stanford-Universität: „Die Feindschaft gegen den Mormonenpropheten wurde weiter angestachelt, als RICHTIGERWEISE das Gerücht im Umlauf war, dass er ‚zum KÖNIG über das unmittelbare Haus Israel’ durch den Rat der Fünfzig ordiniert worden war.“ (Brigham Young University Studies, Winter 1968, Seite 212-213) Unter anderem verweist uns Dr Godfreys Fußnote auf das „Tagebuch George A. Smiths, 9. Mai 1844“. Dieses Tagebuch befindet sich in der „Bibliothek des Kirchengeschichtschreibers“.

Richard D. Poll, Professor für Geschichte und Politische Wissenschaft an der Brigham-Young-Universität, scheint ebenfalls gewillt zuzugeben, dass Smith zum KÖNIG ordiniert wurde: „Dass weder der Prophet noch der Rat vom politischen Rennen total in Anspruch genommen wurden, wird an den Untersuchungen von Texas und anderer möglicher neuer Heime für die Heiligen, die gerade liefen, deutlich, und ebenso aus dem interessanten und ziemlich überzeugenden Bericht, dass der Prophet zum ‚KÖNIG AUF ERDEN’ im Rat während dieser Periode ORDINIERT wurde.“ (Dialogue: A Journal of Mormon Thought, Herbst 1968, Seite 19, Anmerkung 11)

 

Aus den Beweisen, die oben präsentiert wurden, scheint es so, dass Joseph Smith eine unabhängige Regierung gründen wollte. Klaus J. Hansen macht folgende Bemerkung: „…das politische Königreich Gottes forderte von seinen Bürgern eine separate Loyalität, die schwierig mit der Loyalität gegenüber den Vereinigten Staaten in Einklang zu bringen war.“ (Quest For Empire, Seite 119)

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