Steuerprobleme

Steuerprobleme

 

Während der letzten Jahre hat die Mormonenkirche einige Probleme mit der Besteuerung gehabt. Die Deseret News, Kirchenteil, druckten einen Artikel, der folgende Information enthielt:

Einige Blocks vom Tempelplatz entfernt... steht ein unbedeutendes, Flachdach-Bürogebäude, das die Kirchliche Gesetzesabteilung beherbergt.

In diesem nicht beeindruckenden Gebäude beaufsichtigt Wilford W. Kirton, Allgemeiner Ratgeber oder Chef-Gesetzesratgeber, ein ergebenes Team von Juristen und Büropersonal, die eine Funktion ausüben, die für den Fortschritt der Kirche in diesem modernen Zeitalter lebenswichtig ist...

Das Salt-Lake-Büro ist das Hauptquartier für 13 Rechtsanwälte, die sich in erster Linie um Spezialgebiete innerhalb Nordamerikas kümmern. Zwei weitere Anwälte befinden sich auf Dreijahrestouren der Pflicht...

Eine der vornehmlichen Funktionen der Abteilung hat mit dem Erwerb von Besitz in der ganzen Welt in Verbindung mit Kirchengebäuden und Gemeindehäuser-Grundstücken zu tun...

Ein wachsendes Feld der Aktivität besteht für die Abteilung aus dem Gebiet der Besteuerung.

'Die Probleme der Besteuerung werden nun für die Kirche zu einem zunehmend schwierigen Problem', erklärte Mr. Kirton. 'Bislang sind Kirchen von der Besteuerung ausgenommen worden. Aber jetzt sind einige Aspekte der Besteuerung auf die Kirche angewendet worden. Gesetze ändern sich und machen die Kirche zum Ziel der Besteuerung.'

Gemäß Mr. Kirton hat die Kirche immer Körperschaftssteuern auf ihren geschäftlichen Besitz gezahlt, während Pfahl-Farmen und andere Wohlfahrtsprojekte, wie wohltätige Projekte, ausgenommen blieben. Jetzt gibt es zunehmende Fälle, wo auf Wohlfahrtsfarmen unter neuen Gesetzen steuerlich zugegriffen wurde.“ (Deseret News, Kirchenteil, 9. Januar 1971, Seite 7)

 

Zions Securities Corp., die der Mormonenkirche gehört, scheint mit dem internen Finanzamt eine Auseinandersetzung über Steuern zu haben. Der Salt Lake Tribune berichtete:

 

WASHINGTON. Zions Securities Corp., der finanzielle Arm der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, behauptet, dass an die Kirche mit $2.825.174,26 durch das Interne Finanzamt eine zu hohe Forderung für die Jahre 1962 bis 1967 gestellt wird.

Ein Prozess, der am U.S.-Gerichtshof geführt wurde, bezieht Differenzen zwischen Zions Securities und der IRS [Finanzamt] über Vergünstigungen für solche Punkte ein wie Abschreibung, Anteile, Beiträge, Kapitalerträge, Verlustübertrag und Verkauf von Besitz und Austauschungen...

Die Notiz der IRS von 1970 an die Zions Securities enthielt auch, dass 1962, 1963 und 1964 'Sie in Transaktionen auch mit Ihrer Mutter, der Corporation der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, in den Verkauf oder der Übertragung des Realbesitzes verwickelt waren, was keine Geschäfte in Armlängenabstand waren'.

Unter den Anklagepunkten befand sich auch eine Behauptung, dass der Bevollmächtigte für Interne Einkommen irriger Weise veranlasste, dass Anteile, die vom Steuerpapier (Zions Securities) an die Corporation des Präsidenten der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und die Corporation des Präsidierenden Bischofs der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gezahlt wurden 'nicht die Anteile repräsentierten, die auf eine Verschuldung in gutem Glauben gezahlt wurden'...

Einer der größten Streitpunkte sind die Abschreibungsansprüche, die in dem Sechsjahreszeitraum mehr als $1.500.000 betragen.“ (The Salt Lake Tribune, 30. April 1971)

 

Am 1. Juli 1971 druckte der Salt Lake Tribune folgendes:

 

BOISE (AP) – Die Nutzung von Land bestimmt eher als das Eigentumsrecht die Befreiung von der Eigentumssteuer in Idaho, regelte am Mittwoch der Staatliche Steuerliche Berufungsausschuss.

Er sagt, dass in Fällen von Farmen, die vom Wohlfahrtsprogramm der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bewirtschaftet werden, der Zweck einfach nicht der ist, Nahrung für die Not Leidenden zu beschaffen.

'Sehr wenig von den Waren, die auf den in Frage stehenden Farmen produziert werden, gingen direkt an bedürftige Personen', sagte der Ausschuss.

Weitgehend das meiste davon wurde verkauft und die Einnahmen wurden benutzt, um laufende Ausgaben und die Zurückzahlung von Krediten zu bestreiten, die verwendet wurden, um die Farmen oder das Vieh zu erwerben, wobei die Bilanz in den allgemeinen Wohlfahrtsfond der Kirche einfloss, der dafür verwendet werden könnte, um Kleidung oder andere Notwendigkeiten zu kaufen oder für Bargeldzuwendungen für die Bedürftigen.'

Der Ausschuss bestätigte eine Aktion von Ausgleichungs-Ausschüssen in den Grafschaften Bancock und Bingham, die sich geweigert hatten, vier kircheneigenen Farmen in der Bancock-Grafschaft und sechs in der Bingham-Grafschaft Steuerbefreiung zu gewähren.

HLT-Kirchenbeamte in Salt Lake City sagten, dass sie zu der Angelegenheit keinen Kommentar abgeben würden, da eine weitere Untersuchung der Entscheidung noch ausstünde.

Gegen die Regelung des Ausschusses könnte beim Distriktsgericht Berufung eingelegt werden, entweder in der Ada-Grafschaft oder in der Grafschaft, wo der Besitzer des Landes wohnt.

Der Ausschuss sagte, dass ein Gesetz von 1970, dass Steuerbefreiung für Eigentum, das 'einen direkten Bezug zu wohltätigen Zwecken hat, wofür' eine wohltätige Organisation gegründet wurde, vorsieht, sich nicht auf die Farmen anwenden lässt.

'Der Anbau von Feldfrüchten', sagte der Ausschuss, 'ist nicht Teil des wohltätigen Zwecks, wofür die wohltätige Organisation, um die es hier geht, existiert, auch hat sie keinen direkten Bezug zu einem solchen Zweck. Die Feldfrüchte oder die Einnahmen werden natürlich mit Gewinn aus dem Land gewonnen.

Während es unerlässlich ist, dass solche Einnahmen ausschließlich für die Wohltätigkeit verwendet werden müssen, um Befreiung zu bekommen, ist dies nicht ausreichend. Es ist die Verwendung, der das Land unterworfen ist, die seinen Status als befreit oder nicht befreit festlegt. Hier wurde das Land für kommerzielle Zwecke benutzt, und außer wenn solch eine Verwendung direkten Bezug zu wohltätigen Zwecken hat, nämlich Notdürftige zu versorgen, ist es nicht befreit.'“

 

Am 1. Okt. 1971 druckte der Salt Lake Tribune einen Artikel, der folgendes enthielt:

 

TACOMA, WASH. (AP) – Die Frage einer Steuerbefreiung für Besitztümer der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in der Pierce-Grafschaft ist nach einer ausgiebigen Anhörung vom Ausgleichungsausschuss unter die Überlegung gestellt worden.

Jerry Fulton, Direktor der Befreiungsabteilung des grafschaftlichen Steuereinschätzers für Besitztümer, sagte, dass den Mormonen die Befreiung im letzten Mai verweigert wurde, weil sich sowohl örtliche Kirchenbeamte als auch diejenigen in Salt Lake City weigerten, bestimmte finanzielle Informationen zu berichten.

Die Information, nach der gesucht wurde, würde zeigen, ob für die örtlichen Besitztümer gänzlich aus Spenden bezahlt und unterstützt wird oder zum Teil durch Fonds aus kommerziellen Unternehmungen, sagte er.

Anw. G. Perrin Walker führte Aussagen von Kirchenbeamten an, ganz besonders von Owen H. Dickson aus Enumclaw, Präsident des Mount-Raineir-HLT-Pfahles, dass Kirchenregeln die Offenlegung jeder Information in Bezug auf den Zehnten und Wohlfahrtsopfer verbieten...

Fulton sagte, dass alle anderen Glaubensgemeinschaften in der Grafschaft die geforderte Information erbracht haben.

Wie es aussieht, hat der Steuereinschätzer alle HLT-Besitztümer in der Pierce-Grafschaft auf die Steuerliste gesetzt, wo sie bleiben werden, es sei denn der Ausgleichungsausschuss oder die Gerichte entscheiden anders.“ (The Salt Lake Tribune, 1. Oktober 1971)

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