Young wird reich

Young wird reich

 

Direkt nach Joseph Smiths Tod machte Brigham Young folgende Aussage: „Ich wünsche meine Unterstützung und den Lebensunterhalt hiernach durch die Kirche, so dass ich meine ganze Zeit dem Kirchengeschäft widmen kann.“ (History of the Church, Bd. 7, S. 257) Aber 1851 behauptete Brigham Young, dass er von der Kirche nichts erhielt. Hubert Howe Bancroft erklärt: „Im Juli 1859 besuchte Horace Greely Brigham Young, der sagte: 'Ich bin die einzige Person in der Kirche, die keine reguläre Berufung außerhalb der Kirchendienste hat, und ich erhielt nie einen roten Heller aus ihrem Schatz. Wenn ich irgendetwas aus dem Zehntenhaus erhalte, wird es mir angerechnet und ich bezahle dafür wie jeder andere auch... Ich werde als reich angesehen und ich halte mich für $250.000 wert, aber kein Dollar wurde mir davon von der Kirche bezahlt, auch nicht für irgendeinen Dienst als Geistlicher des ewigen Evangeliums.“ (History of Utah, Seite 351)

Obwohl Brigham Young behauptete, dass seine Reichtümer auf Grund seiner Fähigkeit herkamen, zeigen Beweise, dass er seine Position als Präsident der Kirche benutzte, um reich zu werden. Wir haben schon gezeigt, dass er Zehntengelder für Spekulationen benutzte und der Kirche keine Zinsen zahlte, und Orlando W. Powers, der als Partner im Richteramt des höchsten Gerichts Utahs diente, behauptete, dass Young sogar Zugriff auf die Gelder der Schatzkammer Salt Lake Cities hatte:

 

Nachdem sich die liberale Partei die Kontrolle über die Stadt Salt Lake City gesichtert hatte, veranlasste sie eine Untersuchung der städtischen Berichte, die von den mormonischen Aufzeichnern der Stadt von frühester Zeit an geschrieben worden waren...

Die führenden Beamten der Kirche scheinen auf die Schatzkammer der Stadt Zugriff gehabt zu haben. In einem Fall borgte sich Brigham Young von der Stadt Salt Lake City $10.000... 1873 borgte er sich $14.000. Die Berichte zeigen, dass andere führende Beamte sich manchmal von der Stadt borgten.“ (The Reed Smoot Case, Bd. 1, S. 804-805)

 

John Cradlebaugh, der als Partner im Richteramt des Zweiten Richterlichen Distrikts im frühen Utah diente, machte folgende Bemerkungen über Brigham Young: „Brigham selbst ist König, Priester, Gesetzgeber und Chef-Polygamist... Er wählt für sich selbst die erlesensten Flecken Land im Territorium aus und sie liefern ihm ihre Produkte und niemand wagt es, sich einzumischen.

Das Holz in den Bergen in großer Entfernung von Salt Lake City gehört ihm, und nur wenn jede dritte Ladung abgeliefert wird, so wie er es anordnen will, werden die Tore geöffnet und den Bürgern gestattet, die Schlucht des City Creek zu passieren, um es zu bekommen... Die Rinder auf eintausend Hügeln weisen sein Brandzeichen auf. Er setzt seine Bezahlung fest – er bezahlt sich selbst.“ („Utah and the Mormons“, eine Rede des Ehrw. J. Cradlebaugh im Repräsentantenhaus am 7. Febr. 1863, S. 121-122 abgedruckt)

 

Der Historiker Huber Howe Bancroft gibt folgende Information: „Der vielleicht bemerkenswerteste Punkt im Vorgehen der Gemeinschaft ist die Freizügigkeit, mit der wertvolle Bauholz- und Weideländereien und Wasser-Vorrechte bevorzugten Personen gewährt wurden. Mit dem Gesetz vom 9. Dezember 1850 wurde die Kontrolle über den City Creek und die Schlucht Brigham Young zugesprochen, von dem gefordert wurde, dafür den Betrag von fünfhundert Dollar zu zahlen. Einen Monat später wurde das Recht auf das Holz in den Schluchten und der Bergkette westlich des Jordan auf George A. Smith übertragen. Ezra T. Benson wurde die Kontrolle über das Holz in den Schluchten und Bergen am Eingang des Tooele-Tales, den Schluchten zwischen jenem Punkt und dem Salzseetal und den Gewässern von Twin und Rock Springs zugesprochen. Heber C. Kimball wurden die Gewässer des North-Mill-Creek-Canyon gegeben – all diese Gewährungen wurden mit Ausnahme der ersten ohne Gegenleistungen erteilt.“ (History of Utah, Seite 451)

Auf Seite 675 desselben Buches sagt Bancroft, dass „Brigham sicherlich ein Millionär war...“ Auf Seite 674 finden wir folgende interessante Information: „In den Berichten des internen Finanzamtes in Washington wird sein Gesamteinkommen für 1870 mit $39.952 erklärt, 1871 mit $111.680 und 1872 mit $39.952.“ Stanley P. Hirshon gibt in Bezug auf Brigham Young folgende Information: „In Utah sehnte er sich nach mehr Frauen, zusätzlichen Bekehrten und größerer Macht. Im Namen Gottes und seiner Kirche machte er das Große Becken zu seinem Privatbesitz.“ (The Lion of the Lord, Seite 139)

Auf Seite 247 desselben Buches erklärt Hirshon: „Innerhalb von Monaten nach seiner Auswanderung nach Utah mit eintausend Dollar Schulden war Young gemäß seinem eigenen Zugeständnis reich. 'Bevor ich ein Jahr an diesem Ort gewesen war', prahlte er, konnte der reichste Mann, der aus den Bergwerken kam, Vater Rhodes, nicht die Besitztümer kaufen, die ich in einem Jahr erworben hatte!' Während der 1860er hatte das persönliche Einkommen pro Jahr einen Durchschnitt von $32.000 und in der Erhebung von 1870 verkündete er ein persönliches Eigentum im Wert von $102.000 und Grundbesitz im Wert von $1.010.600.“

 

Brigham Young selbst machte folgende Aussagen:

 

In der frühen Geschichte dieser Kirche, wurde Joseph Smith beschuldigt ein Spekulant zu sein. Was mich betrifft, so verleugnete ich nie ein Spekulant zu sein; denn in einem Sinne des Wortes ist es eines der größten Spekulationen, auf die je ein Mann eingegangen ist. Beim Aufbau des Königreiches Gottes, bin ich SELBSTBESTIMMEND, und ihr seid es auch. Wenn ihr Reichtum, Macht, Herrlichkeit, Exzellenz und Erhöhung jeder Art erlangen wollt, so tut es für Gott und die Wahrheit und er wird euch mehr geben als euer Herz empfangen kann.“ (Journal of Discourses, Bd. 9, S. 155)

 

Gestern gab ich eine Erklärung ab, die ich mit allem Anstand wiederholen kann – dass man nach meiner Einschätzung mehr benötigen würde, als ich mir Zehntenrückzahlung bezahlen müsste, und ICH HABE WAHRSCHEINLICH EBENSO VIEL WIE JEDER MANN IN DER KIRCHE.“ (Ebenda, Bd. 16, S. 70)

 

Ich habe ungefähr genauso viele Gebäude wie jeder in diesem Territorium...“ (Ebenda, Bd. 17, S. 362)

 

Brigham Young sagte einmal:

 

Ich bemerkte, dass ich mich selbst für ein armes Werkzeug halten sollte, das dieses Volk führt und die Position, die ich besetze, in der Vorsehung Gottes hält, es sei denn ich wäre fähig, mich selbst und meine Familie ohne Hilfe von der Kirche zu versorgen, obwohl ich mir von den Mitgliedern der Kirche eine Menge geben ließ.“ (Journal of Discourses, Bd. 6, S. 346)

 

Während es wahrscheinlich wahr ist, dass die Mitglieder der Kirche Brigham Young eine Menge gegeben hatten, gibt es Beweise, die zeigen, dass Young bei der Bitte um Gaben sehr fordernd sein konnte. In einem Brief an Samuel Brannan erklärt Mr. Young:

 

Wenn Sie weiterhin gedeihen wollen, vergessen Sie nicht die Schatzkammer des Herrn, damit er Sie nicht vergisst; denn mit den freigiebigen ist der Herr freigiebig. Und wenn Sie der Schatzkammer Ihren Teil gegeben haben, möchte ich Sie daran erinnern, dass Brd. Brigham lange kein Heim hatte und große Verluste erlitt und große Ausgaben bei der Auswahl eines Ortes und der Anpflanzung der Kirche an diesen Platz hatte, und er möchte, dass Sie ihm ein GESCHENK VON ZWANZIGTAUSEND DOLLAR IN GOLDSTAUB übersenden, um ihm bei seinen Arbeiten zu helfen. Dies ist nur eine Kleinigkeit, wenn das Gold so reichlich vorhanden ist, aber es würde mir zurzeit sehr gut tun.

Ich hoffe, dass Brd. Brannan sich daran erinnern wird, wenn er meine Forderung zusammengetragen hat, dass mein Rat nicht angemessen wäre, es sei denn, Sie SCHICKEN NOCH WEITERE $20.000, um sie zwischen den Brd. Kimball und Richards aufzuteilen, die ebenso wie ich in Not sind; DEM WEISEN SOLLTE EIN HINWEIS GENÜGEN; wenn dies also zustande gebracht ist, werden Sie unseren gemeinsamen Segen haben und unsere Herzen werden ausrufen: 'Gott segne Brd. Brannan und gebe ihm vierfältig für alles, was er uns gegeben hat.'

Nun, Brd. Brannan, wenn Sie mit ihren Mitmenschen gerecht umgehen und sich ihnen gegenüber mit freizügigem Herzen und offenen Händen verhalten werden, und unser ganzes Geld rechtschaffener Verwendung zuführen, wird der Herr willens sein, dass Sie die reichen Schätze der Erde und die guten Dinge der Zeit in Fülle anhäufen sollten; aber Sie halten zurück, wenn der Herr sagt: Gib! Ihre Hoffnungen und erfreulichen Aussichten werden in einer Stunde zerplatzen, da Sie nicht daran denken – und dann kann kein Arm retten.“ (Brief von Brigham Young, „Journal History“, 5. April 1849, S. 3-4, wie in Orrin Porter Rockwell; Man of God, Son of Thunder, Seite 191, zitiert)

 

Harold Schindler machte folgende Bemerkung in Bezug auf Brigham Youngs Brief an Samuel Brannan: „...Youngs Brief schmeckt mehr nach einer Forderung als nach einer Bitte.“ (Ebenda, Seite 191)

Brigham Youngs weltliches Beispiel in Bezug auf Reichtümer hat auf die Mormonenführer, die ihm folgten, eine schlimme Auswirkung gehabt.

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