Keine bezahlte Geistlichkeit?

Keine bezahlte Geistlichkeit?

 

1851 behauptete die Mormonenkirche, dass die Kirchenführer kein Gehalt erhielten. Wir wissen aber, dass sie um 1889 ein reguläres Gehalt erhielten. Im Tagebuch L. John Nuttalls erscheint unter dem Datum 30. Januar 1889 folgendes: „Bisch. Preston aufgerufen & gab einen Bericht des Komitees für Gehälter usw. Sie schlagen nun vor, dass der Zehnten aller Kirchenangestellten, auch der APOSTEL und Sekretäre von ihrem monatlichen GEHALT abgezogen werden sollte.“ (Journal of L. John Nuttall, S. 349-350 der Maschinen geschriebenen Kopie an der Brigham-Young-Universität)

 

Dieser Hinweis könnte für viele Mitglieder der Mormonenkirche schockierend sein, die glauben, dass die Apostel keine Entlohnung für ihren Dienst für die Kirche erhalten. Das Buch Mormon verdammt eine bezahlte Geistlichkeit aufs Schärfste und aus diesem Grund werden viele Mitglieder zu dem Glauben geführt, dass die Apostel kein Gehalt erhalten. Vor einigen Jahren erzählte uns ein Mann, der in der Finanzabteilung der Kirche gearbeitet hatte, dass die Apostel von der Kirche $12.000 pro Jahr erhielten. Er wusste aber nicht, wie hoch die Mitglieder der Ersten Präsidenschaft bezahlt wurden. Wir würden annehmen, dass es etwas mehr ist. Ein anderer Mann, der in der Finanzabteilung angestellt war, erzählte uns, dass die Generalautoritäten Dinge kaufen und sie der Kirche in Rechnung stellen konnten. Er erklärte, dass einer der Generalautoritäten die Decke in seinem Haus niedriger machen ließ und die Rechnung von Tausenden von Dollar der Kirche übergab. Es scheint für die Vorteile, die die Mormonenführer der Kirche erhalten, kein Ende zu geben. Die Deseret News, Kirchenteil, für den 22. Mai 1971 druckten einen Artikel, der folgende interessante Information enthielt:

 

Hoch auf den Klippen über der Emerald Bay in Laguna Beach befindet sich ein bescheidenes, dennoch attraktives, weiß gerahmtes Haus.

Der Blick auf den Pazifischen Ozean vom Sonnendeck aus ist magnetisch...

Dies ist das Heim des Präsidenten der Kirche, wenn er sich in kirchengeschäftlichen Dingen oder für eine nötige Erholung in Kalifornien befindet...

Anfang 1950 kaufte die Kirche das Haus und ein angrenzendes Grundstück... Präsident David O. McKay benutzte das Haus, wenn er sich in Kirchengeschäften oder einfach nur zum Entspannen in Kalifornien befand...

Nun verweilen Präsident Joseph Fielding Smith und seine Frau... in dem Haus, während sie sich im Goldenen Staat aufhalten.

Im April floh Präsident Smith, begleitet von seiner Frau, seinem Sekretär D. Arthur Haycock und seiner Frau nach Kalifornien für einen 10-tägigen Arbeitsurlaub.“

 

Joseph Fielding Smith, der zehnte Präsident der Mormonenkirche, leugnete, dass die Mormonenführer durch ihre Positionen in der Kirche wohlhabend werden: „Die Vorstellung, dass Geistliche einer Religion von einem Gehalt und von Spenden abhängig sein sollten, die von ihrer Gemeinschaft aufgebracht werden, stammt aus einer langen Praktik in der religiösen Welt. So war es nicht am Anfang, als Geistliche mit ihren Händen für den Lebensunterhalt arbeiteten und das Volk durch ermutigende Worte und geistigen Rat segneten... Die Vorstellung, dass in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage die Autoritäten die Regeln brechen und sich in selbstsüchtige Unternehmungen verwickeln, um wohlhabend zu werden, ist eine irrige Ansicht.“ (Answers to Gospel Questions, Bd. 3, S. 76-77)

 

Trotz dieser Verleugnung haben wir guten Grund zu glauben, dass Joseph Fielding Smith und viele andere Mormonenführer wegen ihrer Positionen in der Kirche sehr reich geworden sind. Neben dem Erhalt regulären Gehalts und anderer Vergünstigungen von der Kirche ernennen sich die Generalautoritäten zu Chefs der verschiedenen Unternehmen, die der Kirche gehören. 1947 erklärte Joseph H. Weston schriftlich:

 

Viele höhere Beamte der Kirche haben sich zu ihrem gegenwärtigen Ruhm auf einer Route aufgeschwungen, auf der sie sich als jemanden wiederfanden, der die Geschäftsangelegenheiten der Kirche regelte...

Allgemein gesprochen fließt das Einkommen aus Investitionen in die Bezahlung der Gehälter, die die Kirchenbeamten erhalten...

HÖHERE BEAMTE der Mormonenkirche sind Mitglieder von AUFSICHTSRÄTEN verschiedener Gesellschaften auf nationaler Ebene...

Gegen den Rat aller Betroffenen in der Kirche presste Präsident Wilford Woodruff die Kirche 1890 gewaltsam in das Rübenzuckergeschäft...

Dies war die Utah-Idaho Sugar Company. EINIGE GENERAUTORITÄTEN SIND IMMER BEAMTE ODER DIEKTOREN DER ZUCKERFIRMA GEWESEN, was verständlich ist, wenn man die Holdings in Betracht zieht, die die Kirche im Geschäft hat. Der Kirchenpräsident ist gewöhnlich auch Präsident der Zuckergesellschaft gewesen. Zur Zeit sind J. Ruben Clark, ein Mitglied der Ersten Präsidentschaft, und Albert E. Bowen, einer aus dem Rat der Zwölf Apostel, Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, während GEORGE ALBERT SMITH, OBERHAUPT DER KIRCHE, PRÄSIDENT DER ZUCKER-CORPORATION IST.“ (These Amazing Mormons, S. 49-50)

 

Die Positionen, die in der Kirche durch die Mormonenführer gehalten werden, scheinen einen bestimmten Einfluss auf die Positionen zu haben, die sie in Geschäften innehaben, die von der Kirche kontrolliert werden. Zum Beispiel berichtete am 24. Jan. 1970 der Salt Lake Tribune, dass Joseph Fielding Smith, „der zehnte Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ geworden war. Gerade einen Monat später druckten die Deseret News einen Artikel, der folgende Aussage enthält: „Die Wahl des Präsidenten Joseph Fielding Smith von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage zu einem Direktor und Aufsichtsrat-VORSITZENDEN der Utah-Idaho Sugar Co. wurde heute bekannt gegeben.“ (Deseret News, 26. Febr. 1970)

Es ist interessant, dass Joseph Fielding Smith zu der Zeit, als er in diese Position in der Utah-Idaho Sugar Company gewählt wurde, 93 Jahre alt war. Als ob dies nicht genug wäre, um den Einfluss der Kirche auf diese Company zu zeigen, enthielt derselbe Artikel folgende Aussagen: „Harold B. Lee, erster Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft der Kirche, wurde als ein Direktor und Vize-Vorstand des Aufsichtsrates gewählt, gemäß Rowland M. Cannon, Präsident der Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat akzeptierte die Amtsniederlegung von Hugh B. Brown vom Rat der Zwölf, der ein Direktor und Vize-Vorstand war.“ (Ebenda)

 

Der Grund für Hugh B. Browns „Rücktritt“ und Harold B. Lees Ernennung hängt wahrscheinlich mit einer Meinungsverschiedenheit in Bezug auf die Anti-Schwarzen-Lehre der Kirche zusammen. Brown hatte als Erster Ratgeber zu David O. McKay gedient, dem neunten Präsidenten der Kirche, und er hatte versucht, die Kirche dazu zu bringen, die Anti-Schwarzen-Lehre zu ändern, so dass die Neger das Priestertum tragen könnten. Joseph Fielding Smith hat auf der anderen Seite erklärt, dass Neger „eine NIEDERE RASSE“ sind. (The Way to Perfection, 1931, S. 101-102) Am 25. Januar 1970 schrieb Wallace Turner folgendes: „Als die Mormonenpräsidentschaft diese Woche auf Joseph Fielding Smith überging, einen 93-jährigen strengen Theologen, begrub es für ungewisse Zeit die Hoffnung der Liberalen in der Kirche auf eine Änderung in der Praktik, den Negern die Mitgliedschaft im Priestertum zu verweigern.“ (New York Times, 25. Jan. 1970) Im selben Artikel erklärte Mr. Turner: „Unter den ersten Handlungen, die von dem neuen Präsidenten vorgenommen wurden, befand sich die Wahl von Ratgebern, die NICHT Hugh Brown einschloss, einen Ratgeber zu David O. McKay und die liberale Stimme in der Hierarchie.“

Joseph Fielding Smith erwählte Harold B. Lee als seinen Ersten Ratgeber und Lee scheint Browns Position als „ein Direktor und Vize-Vorstand des Aufsichtsrates“ in der Utah-Idaho Sugar Company eingenommen zu haben.

Joseph H. Weston gibt zu, dass die Führer der Mormonenkirche Gehälter bekommen, aber er erweckt den Anschein, dass sie unbezahlt wären. Auf Seite 28 seines Buches These Amazing Mormons erklärt er: „Generalautoritäten und Beamte der Kirche weihen ihre volle Zeit ihren Aktivitäten. Die Entlohnung, die sie erhalten, ist verglichen mit den Gehältern, die einer solch hohen Stellung auf jedem anderen Feld angemessen wäre, ein HUNGERLOHN... die erste Präsidentschaft und die zwölf Apostel bekommen Gehälter, DIE SEHR KLEIN SIND, wenn man sie mit dem vergleicht, was ähnliche Pflichten im Geschäftlichen oder in der Industrie gebieten.“

Während diese Aussage wahr gewesen sein mag, als Mr. Weston 1947 sein Buch schrieb, ist sie heute sicherlich nicht wahr. 1964 veröffentlichten wir folgende Information in unserem Buch Mormonism – Shadow or Reality?:

 

Von Versicherungsgesellschaften in Utah wird verlangt, einen Bericht abzuliefern, der die Gehälter aufführt, die ihre Angestellten bekommen. Der allgemeinen Öffentlichkeit ist es erlaubt, diesen Bericht zu untersuchen, der im Hauptgebäude des Staates aufbewahrt wird. Die Mormonenkirche besitzt die Beneficial Life Insurance Company und viele Generalautoritäten der Mormonenkirche befinden sich im Aufsichtsrat. Wir haben einige Gehälter kopiert, die die Führer der Mormonenkirche für das Jahr 1963 erhielten, nämlich:

David O. McKay, Präsident der Kirche----------------$13.400,00

Hugh B. Brown, Mitglied der Ersten Präsidentschaft---9.200,00

Henry D. Moyle, Mitglied der Ersten Präsidentschaft---6.750,00

Nathan Tanner, Mitglied der Ersten Präsidentschaft----1.700,00

Joseph Fielding Smith, Apostel-----------------------------6.200,00

Henry D. Moyle starb im Laufe des Jahres und Nathan Tanner zog in die Erste Präsidentschaft um. Dies ist wahrscheinlich der Grund, warum Henry D. Moyles Gehalt nicht so hoch war wie 1962 (1962 war er $9.200) und auch warum Nathan Tanner nur $1.700 erhielt.

Beim ersten Besuch, den wir beim Hauptgebäude des Staates in Bezug auf diese Gehälter machten, wurden wir von einem der Angestellten informiert, dass die Gehälter, die den Direktoren der Beneficial Life Insurance Co. gezahlt wurden, „ungewöhnlich hoch“ wären. Man sagte uns auch von einem anderen Angestellten, dass die Versicherungsgesellschaften die einzigen Gesellschaften sind, die die Gehälter, die ihre Direktoren und Angestellten erhalten haben, berichten müssen. Deshalb gibt es unseres Wissens keine Möglichkeit herauszufinden, mit wie viel die Kirchenautoritäten von den anderen Gesellschaften bezahlt werden, die der Kirche gehören.

Wie wir schon gezeigt haben sagte Joseph F. Smith (der sechste Präsident der Mormonenkirche) aus, dass er Präsident von 12 Gesellschaften war und dass er mit dem Gehalt von $13.400 (wie es David O. McKay von der Beneficial Life erhielt) $160.800 machen könnte. Wenn wir also das monatliche Gehalt hinzufügen, das er von der Kirche erhielt, könnte er über $170.000 pro Jahr gemacht haben. Wir sagen nicht, dass der Präsident der Mormonenkirche diese Summe erhält, aber es wäre sehr wahrscheinlich, dass er diese Menge oder sogar mehr unter den jetzigen Bedingungen erhalten hätte. Ein mimeographiertes Papier, das 1962 im Umlauf war, ließ vermuten, dass die Mormonenkirche die höchstbezahlte Geistlichkeit auf der Erde haben mag:

 

Da ihre Dienste für die besagten Institutionen nur dem Namen nach vorhanden sind und sie diese Positionen allein deswegen innehaben, weil sie Kirchenbeamte sind, wäre es unsererseits vermessen zu schließen, dass wir IN DER HLT-KIRCHE DIE ZWEIFELHAFTE AUSZEICHNUNG HABEN, DIE HÖCHSTBEZAHLTE GEISTLICHKEIT AUF DEM ANGESICHT DER ERDE ZU HABEN.“ (Mormonism – Shadow or Reality? Salt Lake City, 1964, S. 384-385)

 

Dasselbe mimeographierte Papier, das wir in Mormonism – Shadow or Reality? Zitierten, gibt einige interessante Information in Bezug darauf, wie die Gehälter der Mormonenführer bei der Beneficial Life Insurance Co. anwuchsen. Zum Beispiel erhielt 1952 David O. McKay nur $5,055,00. 1957 war sein Gehalt aber auf $7.025,00 angewachsen. 1960 erhielt er $10.066,00. Im nächsten Jahr (1961) sprang sein Gehalt auf $12.950,00. Das mimeographierte Blatt endet an diesem Punkt, aber unsere Untersuchung der Berichte offenbart, dass David O. McKays Gehalt 1962 auf $13.400,00 anstieg. An diesem Punkt begannen wir, diese Information der Welt zu veröffentlichen, und 1966 schloss Wallace Turner sie in sein Buch The Mormon Establishment, S. 104, ein. Wir fragten uns, ob die Mormonenführer es wagen würden, ihre Gehälter ansteigen zu lassen, nachdem diese Information der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich wurde. Wir haben jetzt die Berichte für 1969 untersucht und festgestellt, dass die Gehälter in dem Zeitraum von sieben Jahren zwischen 1962 und 1969 genau dieselben geblieben sind. Die Zahlen sehen wie folgt aus:

David O. McKay, Präsident der Kirche------------------------- $13.400,00

Hugh B. Brown, Mitglied der Ersten Präsidentschaft--------- $9.200,00

Nathan Tanner, Mitglied der Ersten Präsidentschaft---------- $9.200,00

Joseph Fielding Smith, Mitglied der Ersten Präsidentschaft- $6.200,00

 

Die Tatsache, dass die Mormonenführer 1960, 1961 und 1962 Erhöhungen bekamen, aber nie wieder danach, scheint zu zeigen, dass ihnen die Veröffentlichung dieser Information peinlich war.

Bei der Untersuchung der Liste für 1969 fanden wir heraus, dass die meisten Apostel aufgelistet sind und ihre Gehälter von $1.400 bis $6.200 rangieren. Die Assistierenden Apostel erhalten $1.400. Victor L. Brown von der Präsidierenden Bischofschaft erhält $5.000.

Wir wissen nicht, wie viel Arbeit die Mormonenführer für die Beneficial Life Insurance Company verrichten, um diese Gehälter zu bekommen, aber wir bezweifeln, dass David O. McKay gegen Ende seines Lebens eine Menge getan haben könnte. Er war 96 Jahre alt zum Zeitpunkt seines Todes. Er war 1969 sehr krank gewesen, dennoch erhielt er immer noch $13.400,00 für seine Dienste.

Wir haben keine Zeit gehabt herauszufinden, in wie vielen Gesellschaften die Mormonenführer Positionen innehaben, aber wir haben einige Punkte aus den lokalen Zeitungen ausgeschnitten, die von Interesse sind. Die Deseret News für den 5. Sept. 1964 erklärte, dass die Bonneville International Corporation aus einer „Fusion von drei elektronischen Mediengesellschaften“ gebildet wurde, „die die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage besitzt oder kontrolliert“. In demselben Artikel finden wir folgendes:

 

Angestellte oder Direktoren der Bonneville International sind Präsident David O. McKay, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Präsident Hugh B. Brown, Vizepräsident des Aufsichtrates; Präsident N. Eldon Tanner, Berater, Arch L. Madsen, Präsident, Elder Richard L. Evans, Vizepräsident, Elder Gordon B. Hinckley, Vizepräsident, Elder Thomas S. Monson, Vizepräsident, James B. Conkling, William F. Edwards, D. Lennow Murdoch, David Lawrence McKay, Edward M. Grimm, Stanley G. McAllister, Robert W. Barker, Sekretär und Blaine W. Whipple, Assistierender Sekretär und Schatzmeister.“ (Deseret News, 5. September 1964)

 

Das kircheneigene Hotel Utah hat ebenfalls einen Aufsichtsrat, in dem sich Mormonenführer befinden. In den Deseret News für den 2. Juni 1967 finden wir folgendes:

 

Die Männer, die das Geschick des Hotel Utah leiten und die sich hinter den Kulissen des $3,1-Millionen-Verbesserungsprogramms befinden, sind die Hotelangestellten und die Direktoren.

Präsident David O. McKay von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit Präsident Hugh B. Brown und Präsident N. Eldon Tanner, den Ratgebern in der Ersten Präsidentschaft, als Vize-Vorsitzende...

Mitglieder des Aufsichtsrates des Hotels sind u. a. Präsident McKay, Präsident Brown, Präsident Tanner, Mr. Backman, Mr. Adams, Bischof Brown, Mr. Lewis, Mr. Jones und Mr. Simmons.

Weitere Direktoren sind Präsident Thorpe B. Isaacson von der Ersten Präsidentschaft, LeGrand Richards, Mitglied des Rates der Zwölf, Antoine R. Ivins vom Ersten Rat der Siebzig, allesamt von der HLT-Kirche...“ (Deseret News, 2. Juni 1967)

 

Kirchenbeamte befinden sich ebenfalls im Aufsichtsrat für die kircheneigenen Deseret News:

 

Vier neue Mitglieder wurden für den Aufsichtsrat der Deseret News Publishing Co. am Mittwoch gewählt, sagte George L. Nelson, Präsident.

Es sind:

  • N. Eldon Tanner, zweiter Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft...

  • Bischof Victor L. Brown...

  • Elder Thomas S. Monson vom Rat der Zwölf und früherer Manager der Deseret News Press.

  • Elder Marvin J. Ashton, erster assistierender Generalsuperintendant für die jungen Männer der Gemeinschaftlichen Fortbildungsvereinigung.“ (Deseret News, 5. Mai 1965)

 

Am 2. Juli 1971 gab der Salt Lake Tribune folgende Information:

 

Der Aufsichtsrat der Deseret News Publishing Co. hat die Einsetzung Gordon B. Hinckleys, Mitglied, Rat der Zwölf, als Präsident und Vorsitzender des Vorstandes der Zeitung bekannt gegeben.

Er tritt die Nachfolge von Mark E. Petersen, ebenfalls im Rat der Zwölf, an... Mr. Hinckley ersetzt auch Mr. Petersen im Aufsichtsrat der Newspaper Agency Corp.

Thomas S. Monson, Rat der Zwölf, wurde zum Vizepräsidenten und Vizevorsitzenden des Vorstandes ernannt...

 

ZCMI hat einen Aufsichtsrat, indem Mormonenführer sitzen. Im Salt Lake Tribune für den 28. Mai 1969 finden wir folgendes: „Alle Beamte und Direktoren wurden wiedergewählt. Hierunter befinden sich David O. McKay, Präsident der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Hugh B. Brown und N. Eldon Tanner, erster und zweiter Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft der HLT-Kirche, Stellvertretende Vorsitzende im Aufsichtsrat.“

Die Mormonenkirche hat auch eine Gesellschaft mit einem Aufsichtsrat gegründet, um ihre Viehfarmen in Florida und Georgia zu leiten. Die Deseret News, Kirchenteil, 16. Januar 1965 enthielt folgendes: „Präsident N. Eldon Tanner von der Ersten Präsidentschaft kehrte Freitag nach Salt Lake City nach einem dreitägigen Besuch in Melbourne, Fla, zurück, wo er an der Aufsichtsratsversammlung der Deseret-Farmen in Florida und Georgia teilnahm.“

Am 7. Februar 1970 berichteten die Deseret News, Kirchenteil, dass „Präsident N. Eldon Tanner „Vizepräsident der Deseret-Farmen von Florida“ war.

Wir haben schon gezeigt, dass die Mormonenführer im Aufsichtsrat der Beneficial Life Insurance Company und der Utah-Idaho Sugar Company sind. Eine sorgfältige Untersuchung der Geschäftsnachrichten, die im Salt Lake Tribune oder den Deseret News für die letzten zehn Jahre würde ohne Zweifel eine Menge mehr zu diesem Thema offenbaren. Wenn die Kirche damit fortfährt Geschäfte aufzukaufen, gibt es wahrscheinlich kein Ende für die Reichtümer, die die Mormonenführer erlangen werden.

Ralph L. Foster schrieb an die Abteilung der US-Schatzkammer und bat um Information in Bezug auf die Gehälter, die die Mormonenkirchenführer erhalten. Sie antworteten, dass sie diese Information nicht liefern könnten, es sei denn, sie hätten geschriebene Erlaubnisse von den Personen, die die Einnahmen auflisteten. Mr. Foster schrieb an den Mormonenapostel LeGrand Richards mit der Bitte um Erlaubnis. LeGrand Richards antwortete am 28. Juni 1963:

 

Dies wird den Empfang Ihres Briefes vom 23. bestätigen. Ich habe KEINE VOLLMACHT Ihnen eine Erlaubnis zu gewähren, um die Sie in Ihrem Brief baten, um damit beim Finanzamt in Washington, D.C., Kontakt aufnehmen zu können, um das Einkommen der Generalautoritäten der Kirche zu erfahren... die meisten Generalautoritäten haben große finanzielle Opfer aufgebracht, um die Berufung, die an sie herangetragen wurde, zu akzeptieren, um ihre gesamte Zeit der Kirchenarbeit zu weihen. Wir haben viele Angestellte, die mehr erhalten, beträchtlich mehr Vergütung als die Generalautoritäten, da ihre eine geistige Berufung ist...

Wenn die Fakten bekannt wären, würde kein intelligenter, erfolgreicher Heiliger der Letzten Tage nach einer Berufung als einer der Generalautoritäten der Kirche trachten, wegen der Entlohnung, die sie dafür erhalten.“ (Brief von Apostel LeGrand Richards an Ralph L. Foster, 28. Juni 1963, Fotokopie vom Originalbrief in The Book of Mormon on Trial, zwischen den Seiten 20 und 21)

 

In einem Brief an Morris L. Reynolds schrieb LeGrand Richards:

 

Ich habe nun Ihren Brief ohne Datum gerade erhalten, indem Sie um Information über die Zuschüsse an Beamte der Kirche bitten. Diese Information MÖCHTE ICH IHNEN NICHT GEBEN, auch keine andere Information, die danach schmeckt, als könne man sie gegen die Kirche benutzen...“ (Brief von LeGrand Richards an Morris L. Reynolds vom 6. September 1966)

 

Es ist interessant, dass LeGrand Richards in seinem Buch A Marvelous Work and a Wonder, Seite 256, erklärt, dass die „Geistlichen der Kirchen heutzutage sich selbst gerechtfertigt haben, dass sie GEGEN GELD PREDIGEN...“ Nun wissen wir, dass LeGrand Richards Gehalt von der Beneficial Life Insurance Company erhält und wahrscheinlich mehr von anderen Kirchengeschäften. Dies geschieht zusätzlich zu seinem regulären Gehalt von der Kirche. Wie kann er die Geistlichen anderer Kirchen verdammen, wenn er weit mehr Vergütung erhält als sie? Ist es da ein Wunder, dass er sich weigert, Information über „die Zuschüsse an Beamte der Kirche“ zu geben?

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