MEHR ÜBER DIE KONTROLLE DER MEDIEN.

MEHR ÜBER DIE KONTROLLE DER MEDIEN. Auf Seite 524 dieses Buches druckten wir einen Brief von Robert T. Bartley von der Bundes-Medienkomission ab, der einige Radiostationen auflistete, die der Kirche in Boise, Idaho, gehörten. Al G. Vuylsteke, Generalmanager der KBOI AM & FM, hat darauf hingewiesen, dass die Kirche diese Stationen nicht mehr besitzt. Dies bedeutet aber nicht, dass die Kirche sich aus dem Feld der Medien zurückzieht; im Gegenteil, seit 1972 hat sie Stationen in größeren Städten wie Kansas City und Los Angeles gekauft. Die Kirche besitzt ihre Radio- und Fernsehstationen durch eine Tochter, die als Bonneville International Corp. bekannt ist. Am 15. Juli 1975 brachten die New York Times eine ganzseitige Werbung über die Radio- und Fernsehstationen der Mormonenkirche. In dieser Werbeanzeige wurde behauptet, dass die Kirchenstationen WRFM und KBIG „die zwei FM's in der Nation“ wären, „denen am meisten gelauscht würde“. Eine Liste von zwölf Radio- und Fernsehstationen erschien in derselben Werbeanzeige.

1977 hatte die Kirche alle FM-Stationen erworben, die sie auf legale Weise halten konnte. Der Salt Lake Tribune für den 26. Jan. 1978 berichtete:

 

Die KSL-FM-Radiostation wurde am Mittwoch durch seine Übertragung von der Bonneville International Corp. formell ein Besitz der Simmons Family Inc...

Bonneville International ist als Tochtergesellschaft vollständig im Besitz der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Leztzten Tage...

Bonneville International verkaufte die Station, um den FCC-Regulierungen in Bezug auf Mehrfachbesitz nachzukommen, die den Besitz durch jeden auf sieben FM-Stationen beschränken soll.

Bonneville wollte KAFM in Dallas, Texas, kaufen. Sie hatte sieben FM-Stationen. Also gab sie KSL-FM im letzten Frühjahr zum Verkauf frei.“

 

Der Mormonenkirchenhistoriker Leonard J. Arrington und sein Assistent Davis Bitton gibt folgende interessante Information:

 

Durch eine Tochtergesellschaft, Bonneville International, besitzt die Kirche dreizehn kommerzielle Radio- und Fernsehstationen. Zu ihnen gehören KSL-AM und KSL-TV in Salt Lake City, WRFM in New York, KBIG und KBRT-AM in Los Angeles, KIRO-AM und KIRO-TV und KSEA-FM in Seattle, WCLR in Dallas und KOIT-FM in San Francisco. Zusätzlich zu den Holdings von Bonneville International besitzt die Kirche drei nicht kommerzielle, bildende Stationen.

KBYU-TV und KRIC-FM werden von der Brigham-Young-Universität und KRIC-FM vom Ricks-College geführt. Eine Tochter der Bonneville International, BEI Products Inc. mit Hauptsitz in Los Angeles bewertet, schöpft und produziert kommerzielle Unterhaltungsfilme, Fernsehprogramme oder -Pakete und andere Produktionen. Eine weitere Tochter, Bonneville Productions, produziert kommerzielle Sendungen und Bekanntmachungen des öffentlichen Dienstes.

Das Public Communications Department [Abteilung für öffentliche Medien], die mit mormonischen Sendeaktivitäten zu tun hat, ist ein internationales Netzwerk mit 1200 Pfahl- und Missionsdirektoren und -Koordinatoren für öffentliche Kommunikation. Mit dem Auftrag, die Kirche, ihr Volk, ihre Programme und ihren Glauben vor die Augen der Welt mittels der neuen Medien, mit Filmen, Fernseh- und Radioprogrammen ins Rampenlicht zu rücken, plant und produziert die Abteilung Vorführungen für die dreißig oder mehr Besucherzentren der Heiligen der Letzten Tage, unterstützt sie die Produktion der kirchlichen Festspiele und Dramen und sponsert eine Vielzahl von Fernseh-Familienprogrammen.“

Ob die kirchlichen Mediensysteme – Publikationen von Büchern und Magazinen, Radio, Fernsehen – umfassend und machtvoll oder mittelmäßig und billig sind, hängt vom Standpunkt und der Vergleichsgrundlage eines jeden ab.“

(The Mormon Experience, 1979, Seite 270-71)

 

Da die Mormonenkirche fast unbegrenzte Geldmittel besitzt, um damit zu arbeiten, ist sie in der Lage, großen Einfluss in der ganzen Welt auszuüben. Zum Beispiel hat die Kirche vor kurzem Millionen Dollar für Werbung im Readers Digest ausgegeben.

Folgendes erschien im San Francisco Chronicle, 13. April 1979:

 

MAN BRAUCHT EINE MENGE Geld, um im Readers Digest Werbung zu machen – ungefähr $65.000 pro Seite – aber man denke daran, was man dafür bekommt: Einen Schuss in ein Viertel der Heime Amerikas...

EIN INSERENT, der diese Botschaft kaufte, ist die Mormonenkirche, die eine 12-seitige abtrennbare Anzeige in der gegenwärtigen Ausgabe – der Aprilausgabe – laufen ließ, um die Grundlagen des Glaubens der Mormonen zu erklären. Die $800.000-Werbeanzeige bringt einige Gedanken zum Ausdruck, die der Digest-Philosophie nahe stehen.“

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